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…und weiter gehts!

In Berlin wurden vor kurzem zwei Zwangsräumungen verhindert und die Mobilisierungen gehen weiter. In Frankfurt ist das soziale Zentrum ‚IvI‘ zwar weiter räumungsbedroht, aber in den letztn Wochen ist es gelungen über zisch kurzzeitige Besetzungen eine andere Art von Leerstandsmeldung zu betreiben und so auf die verfehlte städtische Politik hinzuweisen.

Selbige Verfehlungen wollen wir auch in Marburg weiter thematisieren und selbstorganisiert dagegen vorgehen.

Während die Stadt im Februar zum runden Tisch lud, um über die Wohnungssituation zu diskutieren und dafür begrenzte Einladungen an einen exklusiven Kreis versand, haben wir mit der Besetzung der alten Fronhofschule anfang Februar für 3 Tage einen offenen Raum, ein Zentrum für Vernetzung und Diskussion geschaffen.

Daran wollen wir anknüpfen und treffen uns dafür das nächste mal am Donnerstag, den 4. April in der Kollektivkneipe Havanna 8 (Lahntor 2) um 18 Uhr.

Außerdem gibt es die Möglichkeit bis zum 28.3. den angehängten Fragebogen auszufüllen und an: zentrum_wohnraum@hotmail.de zu versenden. Mittels des Fragebogen wollen wir die unterschiedlichen Vorstellungen zu einem ‚wie weiter‘ sammeln und uns
darüber austauschen, was uns stört, gefällt und nervt, sei es der Mangel an bezahlbrem Wohnraum oder das Fehlen gemeinsamer, öffentlicher Räume.

Also, bis spätestens zum 4.4. um 18h / Havanna 8 – Lahntor 2

Fragebogen

Nächtes Findungs-Treffen!

Das nächste Treffen findet diesen Donnerstag, 28.2. statt.
Dieses Mal um 18 Uhr in der Kollektivkneipe Havanna 8 (Lahntor 2)

Kommt vorbei, bringt euch in den offenen Prozess ein und lasst uns miteinander das weitere Vorgehen koordinieren!

Wohnraum für Alle und für ein soziales Zentrum!

Von Einigen der Besetzer_innen:

Solidarität mit dem akut von Räumung bedrohtem „Insitut für vergleichende Irrelevanz“ in Frankfurt/Main

Mittels einer Besetzung des zuvor leerstehenden Gebäudes der Universität Frankfurt wurde im Dezember 2003 das „Institut für vergleichende Irrelevanz“n Frankfurt geschaffen.
Seit seiner Besetzung wurde das IvI von einer Vielzahl von Initiativen und Gruppen für unzählige Veranstaltungen wie Vorträge, Diskussionen, Filmabende, Ausstellungen, Kongresse sowie Partys und Konzerte genutzt.
Das IvI versteht sich dabei als selbstorganisierter Raum und soziales Zentrum mit dem Anspruch, dass Menschen sich unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter und Sexualität möglichst frei bewegen können.
Es ermöglicht seit Jahren eine kritische Auseinandersetzung mit den herrschenden Zuständen sowie einen Ort für alternatives Denken und Leben.
So etwas brauchen und wollen wir auch in Marburg und so wurde mit der Besetzung der alten Fronhofschule vom 9.-11.2. sich ein Raum genommen – nicht nur um ein deutliches Ausrufezeichen gegen die herrschende Wohnraumsituation- und politik zu setzen, sondern eben auch um ein soziales Zentrum des Austausches in Marburg erfahrbar zu machen und den Stein dafür ins Rollen zu bringen.

Nun ist das Gebäude des IvI in Frankfurt konkret von der Umstrukturierung ganzer Stadtteile und der Universität betroffen.
So privatiserte die Universität Frankfurt das vom IvI genutzt Gebäude in dem sie es im März 2012 an die private Frankfurter Immobiliengesellschaft Franconfurt AG verkaufte, welche bekannt ist als einer von vielen Akteuren von Gentrifizierungsprozessen in Frankfurt.
Das Landgericht Frankfurt verfügte am vergangenen Freitag, den 15.2. ein sog. Säumnisurteil.
Das Plenum des IvI lehnt das Urteil ab und ist nun akut von einer Räumung bedroht.
Das Verhalten der Stadt, des Gerichts, der Universität und der Immobiliengesellschaft belegen ein weiteres mal, dass worauf das IvI mittels seines Names selbstironisch hinweist: Kritisches Denken und Leben wird in unserer Gesellschaft zunehmend als irrelevant verstanden. Außerdem zeigt die drohende Zerstörung des sozialen Raumes die gravierenden Auswirkungen von Privatisierungen öffentlicher Räume und Verdrängungsprozessen, von denen auch Menschen in Marburg gleich mehrere Lieder singen können.

Wir möchten uns auch deshalb mit dem IvI solidariseren. Gegen Verdrängung und Privatisierungen. Finger weg von öffentlichen Räumen! Soziale Zentren schaffen! Für ganz viele IvIs – In Frankfurt, Marburg und anderswo!

Thanks a lot for pushing things forward!

Weitere und aktuelle Infos auf: ivi.copyriot.com/
Und außerdem wichtig: Am Tag nach der Räumung, also am Tag X+1 soll es in Frankfurt eine überregionale Demonstration gegen selbige Räumung geben!

Nächstes Treffen!

Nachdem es am vergangenen Donnerstag ein erstes, sehr gut besuchtes Treffen und einen ersten Ideenaustausch gegeben hat, laden wir auch diesen Donnerstag (21.2.) ab 20.30h ins Cafe am Grün zu einem weiteren, offenen „Wie-Weiter?“-Treffen.

Verbreitet die Info und kommt vorbei!

Geschichte des Gebäudes der ehemalige Fronhofschule und mangelnde Aufarbeitung durch die Stadt

Unsere während der Besetzung geschehene Anfrage bei der Geschichtswerkstatt Marburg zur Geschichte des Hauses der ehemaligen Fronhofschule in der Schulstraße 14 hat bisher folgendes ergeben:
Das Gebäude diente ab 1946, also im Jahr nach der Befreiung vom Nationalsozialismus, als Sitz der Verwaltung der jüdischen Gemeinde sowie zur Unterbringung des jüdischen Hilfskomitees bis 1956. Im Gebäude wurde außerdem 1946 ein jüdischer Betraum geschaffen. Vorher soll links vom dem Gebäude die NSDAP-Kreisleitung gewesen sein und rechts davon ein sog. Ghettohaus, in dem Juden und Jüdinnen zusammengepfercht und von dort aus deportiert worden sind.
Wir sind entsetzt über den Umgang der Stadt Marburg mit diesem geschichtsträchtigen Haus. So kam es in all den Jahren zu keinerlei Aufarbeitung und Aufbereitung der historischen Rolle des Hauses und seiner Umgebung, obwohl sich das Gebäude bis 2012 in städtischem Eigentum befand. Nun wurde das Gebäude zum Ende des vergangenen Jahres an eine Privatperson ohne vergleichsweise Auflagen und Öffentlichkeit privatisiert.

Wir haben der jüdischen Gemeinde in Marburg die bisherigen Informationen übermittelt und selbige sowie die Geschichtswerkstatt Marburg um weitere Informationen gebeten.

Wir fordern von der Stadt Marburg eine Aufarbeitung der Geschichte des Hauses sowie deren Aufbereitung am Gebäude oder in dessen Umfeld.

Gegen das Vergessen und derlei Umgang mit öffentlichem Eigentum und seiner Geschichte!

Vielen Dank für eure Unterstützung und Solidarität!

Die Besetzung ist beendet – aber wir kommen wieder, keine Frage!

Nächstes Aktionsplenum am Donnerstag um 20:30 Uhr im Cafe am Grün!
Kommt zahlreich! Den Hausfrieden aufkündigen!!!

Forderungen des Plenums der Besetzer_innen der Schulstraße 14

Wir, die Besetzer_innen der alten Fronhofschule, wollen hier unsere Bedürfnisse und Forderungen artikulieren:

Bezahlbarer Wohnraum für alle!

Gerade Menschen mit geringen Einkünften müssen die Möglichkeiten haben in jedem Teil der Stadt wohnen und leben zu können.

Wohnraum muss geschaffen werden und erschwinglich sein, jenseits kapitalistischer Profit- und Verwertungslogik! Das bedeutet einen demokratischen Prozess von der Entstehung bis zur Umsetzung!

Einen so gestalteten sozialen Wohnungsbau fordern wir von der Stadt Marburg! Denn Wohnraumknappheit bedeutet besonders eine Zuspitzung der Verhältnisse für diejenigen, die sich kein Haus kaufen können.

Wir fordern einen Stopp der Privatisierung öffentlichen Raumes! Es darf nicht sein, dass die Stadtverwaltung Gebäude, wie die alte Fronhofschule, in private Hände gibt. Im Gegensatz dazu wollen wir eine Vergesellschaftung von Wohnraum!

Wir fordern, dass die demokratische Gestaltung des öffentlichens Raums einen höheren Stellenwert als Privateigentum hat und sich damit einer kapitalistischen Logik entzieht!

Es kommt auch darauf an wie der Wohnraum beschaffen ist: Wir wollen keine anonymen Wohnblöcke, sondern Platz für gemeinschaftliches, selbstverwaltetes gutes Wohnen!

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